Chroniken des Vereins
Fußball-Club FC 08 Villingen e.V.

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Im Jahre 1908 trug Deutschland sein erstes Fußball- länderspiel aus und verlor dabei gegen die Schweiz mit 3:5 Toren. Genau in jenem Jahr war es auch, als sich am 1. Oktober eine Schar junger Männer zusammensetzte und im Villinger Gasthaus »Torstüble« den FC 08 Villingen aus der Taufe hob. Das war der Beginn für die lange Geschichte, des in der Region erfolgreichsten Fußballvereins.

Es ist heute kaum noch vorstellbar, welche Mühe und welchen Idealismus es damals kostete, den auf der englischen Insel geborenen Fußballsport in den Mauern der Zähringerstadt zu etablieren. Viele Schwierigkeiten mussten aus dem Weg geräumt werden.

Das größte Problem war über Jahre hinweg die Frage des Sportplatzes. Einmal war es das Hubenloch, dann ein Feld in den Schützenwiesen (Gebiet südlich der Bertholdstraße) und schließlich ein Platz im Goldenen Bühl, der mit viel Aufwand für die Zwecke des Fußballsports hergerichtet wurde und auf dem heute die Aluminium Gießerei steht. Später stellte die Stadt dem Verein ein Gelände an der Waldstraße (ehemals Möbelhaus Hölzle) zur Verfügung, das von 1925 bis 1961 die Heimat des FC 08 Villingen blieb.

Nachdem »die Nullachter« vor allem in der näheren Umgebung für sportliche Furore sorgten und sich mit den Lokalrivalen aus Schwenningen und Furtwangen heiße Schlachten lieferten, gelang im Spieljahr 1924
der Sprung in die die Kreisliga "Schwarzwald-Bodensee" und in der Saison 1926/27 mit dem Aufstieg damals höchste Spielklasse, der badischen Bezirksliga, der bis dato größte Erfolg.

Hier hatten es die Schwarzwälder mit solchen Vereinen wie dem FV Karlsruhe, FC Freiburg, SC Freiburg, Phönix Karlsruhe, FC Offenburg, SpVgg Freiburg und VfB Karlsruhe zu tun. Der sportliche Aufschwung des Vereins war eng mit einem Namen verbunden: Richard Knecht. Er hatte 1921 das Amt des 1. Vorsitzenden übernommen und zehn Jahre ohne Unterbrechung ausgeübt.

Hermann Gramlich ein »Nullachter« wird der einzige Nationalspieler des FC 08 Villingen.



Bis zur Saison 1931/32 hielten sich die Villinger in der badischen Bezirksliga, ehe sie in den sauren Apfel des Abstiegs beißen und in die Kreisliga Schwarzwald zurückkehren mussten. Es folgten sportliche bescheidenere Jahre, ehe im Spieljahr 1938/39 der Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse geschafft wurde. Dies war nicht zuletzt das Verdienst hervorragender Einzelspieler, allen voran Hermann Gramlich, der 1935 in die deutsche Nationalmannschaft berufen wurde, wo der zähe Verteidiger es immerhin auf drei Einsätze brachte. Der einzige Nationalspieler des FC 08 fiel am 7. Februar 1942 in Russland. Sein Name ging jedoch in die Vereinsgeschichte ein.

Im Jahre 1940 überschattete ein schreckliches Unglück das Vereinsleben. Bei einem Ausflug nach Innsbruck wurde auch die dortige Berg-Isel-Schanze besichtigt. Dabei brachen zwei Tragebalken und drei Sport- kameraden des FC 08 verunglückten beim Sturz in die Tiefe tödlich.


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  Info
Vereinserfolge
bis 1974
1916 Erringung der Gaumeisterschaft
1927 Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse
1936 Meisterschaft in der badischen Bezirksliga
1939 Aufstieg in die höchste Spielklasse
1950 Südbadischer Pokalsieger
1951 Meister der 1. Amateurliga Südbaden
1953 Teilnahme an der Deutschen Amateurmeisterschaft
1956 Meister der 1. Amateurliga Südbaden
1966 Meister der Schwarzwald-Bodensee-Liga und Aufstieg in die Regionalliga Süd
1966 - 1972 Regionalliga Süd
1973 Meister der Schwarzwald-Bodensee-Liga
1974 Meister der Schwarzwald-Bodensee-Liga und Südbadischer Pokalsieger